Warum Sie den Arbeitsablauf bei der Implantation digitalisieren sollten

Interview mit Dr. Peter Hunt, dem Eigentümer von Dental Implants Philadelphia

Ich setze seit 1989 Implantate ein. Die Verbreitung der Digitaltechnologie hat in den vergangenen acht bis zehn Jahren für enorme Veränderungen in diesem Bereich gesorgt.

3D-Röntgensysteme und die zahlreichen Möglichkeiten, das Implantat durch Überlagerung genau dort darzustellen, wo es eingesetzt wird, waren eine große Hilfe für uns.

Der nächste Schritt für uns bestand darin, diese Daten in ein Bohrschablonensystem zu überführen.

Davor war die Anfertigung von Schablonen kompliziert. Wir mussten die Gegebenheiten anhand eines Scans überprüfen. Der Arbeitsablauf bestand in der Anfertigung einer komplizierten Modellreihe und einer Röntgenschablone, aus denen die Bohrschablone entwickelt wurde. Das war extrem aufwendig. Die Vorarbeiten dauerten zwischen vier bis sechs Wochen.

Das alles hat sich in den letzten fünf Jahren geändert, da wir nun einen Intraoralscan mit den 3D-Bildern überlagern können. Das war eine absolut entscheidende Weiterentwicklung. Heute fertigen wir eine Bohrschablone in etwa eineinhalb Tagen.

Zu dieser zeitlichen Verkürzung haben mehrere technische Faktoren beigetragen. Wir haben jetzt einen 3D-Drucker von Formlabs in der Praxis. Diesen nutzen wir zum Erstellen eines Modells sowie der Bohrschablone. Wir können die Ringe schnell einsetzen und den gesamten Prozess beschleunigen.

Außerdem arbeiten wir seit ungefähr drei Jahren mit 3Shape Implant Studio. Wir haben schon die erste Version genutzt und gemeinsam mit 3Shape an der Weiterentwicklung der Software gearbeitet. Inzwischen verläuft der Arbeitsablauf absolut reibungslos. Das ist einfach fantastisch und der nächste große Schritt steht bereits an. Wir möchten unbedingt die neuen 3Shape Scanbodys haben, da diese eine fantastische Weiterentwicklung bei Konstruktion und Technologie in diesem Bereich darstellen. Sie lassen einen noch schnelleren und reibungsloseren Arbeitsablauf erwarten.

Wie wirkt sich die Digitaltechnologie auf den Arbeitsablauf bei der Implantation aus?

Dank Implant Studio und Scans ist der gesamte Ablauf einfach planbarer. Die Digitaltechnologie trägt zu einem wesentlich effektiveren Arbeitsablauf bei, der berechenbarer, präziser und sicherer ist und mehr Komfort bietet.

Ein weiterer Vorzug besteht darin, dass das Labor parallel mit der Arbeit beginnen kann. Wir können die provisorische Krone vorab fertigen lassen.

Es wird immer wieder von komplexen Fällen, die besonders anspruchsvoll sind, gesprochen. Aber in der täglichen Praxis sehen wir, dass am häufigsten Patienten mit einem abgebrochenen Zahn zu uns kommen. Wenn dieser auf Höhe des Zahnfleisches abgebrochen ist, muss er möglichst schnell ersetzt werden. Dank der von uns eingesetzten Technologie gelingt uns dies innerhalb von eineinhalb Tagen. Das ist eine unglaubliche Verbesserung.

Schnelle Restaurationen bieten unschätzbare Vorteile, da die Zahnfleischstruktur in der Umgebung des Zahns und das Weichgewebe im Knochen mit diesen Verfahren besser erhalten bleiben.

Wie stellt sich navigierte Chirurgie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren dar?

Zunächst sollten wir einen Blick auf den rechtlichen Aspekt werfen. In den vergangenen Jahren hat es sich in der Implantologie zum Standard entwickelt, dass Chirurgen vor einem Eingriff anhand von 3D-Scans den Knochenzustand beurteilen und ermitteln, ob die Implantation möglich ist.

Wenn es bei einem Fall zu Problemen und dadurch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, lautet die erste Frage des Anwalts, ob ein 3D-Scan erstellt wurde. Es ist stets hilfreich, wenn Sie einen Scan vorweisen können. Die logische Folgefrage lautet, ob die Implantation schablonengeführt erfolgte. Bei zahlreichen Ärzten ist dies nicht der Fall.

Derzeit werden nur 5 % aller Implantate navigiert eingesetzt. Dieser Prozentsatz muss noch deutlich wachsen. Ohne navigierte Chirurgie werden Sie weder Ihren rechtlichen Standpunkt noch Ihre medizinische Position verteidigen können. Wenigstens sollten Sie diese für den vorliegenden Fall in Betracht gezogen haben.

Navigierte Chirurgie ist in vielerlei Hinsicht berechenbarer. Beispielsweise gilt dies für die Positionierung und Platzierung, wodurch sich in ästhetischer und funktionaler Hinsicht eine bessere Restauration erzielen lässt. Die Operation ist für den Chirurgen wesentlich einfacher durchzuführen. Navigierte Chirurgie macht auch sehr komplizierte Eingriffe vollständig berechenbar. Der Eingriff wird zur Routine und komfortabel. Außerdem haben Sie mehr Zeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, die vorteilhaft für die Behandlung sind.

Beispielsweise können Sie direkt zur restaurativen Behandlung übergehen, wenn das Implantat stabil genug sitzt.

Wenn Ihnen navigierte Verfahren zur Verfügung stehen, ist selbstverständlich, dass Sie weder freihändig noch nach Augenmaß vorgehen. Sie müssen sich nicht auf Ihre Überzeugung hinsichtlich eines bestimmten Systems verlassen. Sie haben den Eingriff vorab in der entsprechenden Software geplant.

Solange die gesamte Prozedur genau und präzise durchgeführt wird, erzielen Sie die gewünschte Positionierung. Selbstverständlich gibt es einen gewissen Grad an Abweichungen, diese sind jedoch nicht mit jenen bei der freihändigen Platzierung eines Implantats zu vergleichen.

Wie hat 3Shape Implant Studio Ihre Arbeit verändert?

Implant Studio hat meine Arbeit revolutioniert. Ich erziele bessere Ergebnisse als je zuvor. Die Arbeit wird präziser. Sie wird einfacher, sicherer und schneller.

Die Patienten sind sich dessen bewusst und schätzen dies.

Auch jetzt, kurz vor dem Ruhestand, bin ich dank einer Software wie Implant Studio noch auf dem aktuellen Stand der Technik.

Zahnärzte sind oft der Meinung, sie müssten alles selbst erledigen.

In meiner Praxis ist das nicht der Fall. Dort werden praktisch alle Schritte bei Operationen von Teammitgliedern durchgeführt. Das Team übernimmt den Großteil des Arbeitsablaufs bei der Implantation. Assistenten und Hygieniker können dank Implant Studio und weiterer Tools besonders einfach planen.

Die Praxis ist klein mit nur einem Behandlungsstuhl. Dafür haben wir jedoch jede Menge Computer. Wir haben ein kleines Labor. Wir behalten ohne allzu viel Aufwand den Überblick.

Die Teamarbeit macht alles weniger stressig und berechenbarer. Dadurch können wir interessante und komplizierte Fälle angehen, ohne zu sehr unter Druck zu stehen.

Wie gefällt Ihrem Team die Arbeit mit dem 3Shape TRIOS 3 Intraoral-Scanner?

Das Team ist begeistert vom TRIOS Intraoralscanner. Die Reaktionen nach der Einarbeitungsphase sind beeindruckend. Die Arbeit geht jetzt ganz leicht von der Hand, denken Sie beispielsweise an den Mundschutz für Kenjon Barner von den Philadelphia Eagles. Es hat nur zehn Minuten gedauert, den Scan zu erzeugen und zur Fertigung nach Albuquerque zu senden.

Wie hat die Digitaltechnik dabei geholfen, Ihre Praxis zu vergrößern?

Patienten nehmen die Umstellung und den Fortschritt bereitwillig an. Das geht so weit, dass das herkömmliche analoge Verfahren überhaupt nicht mehr zur Anwendung kommt. Wir erstellen heute nur noch äußerst selten Abdrücke. Die Digitaltechnologie ist einfach reibungsloser, schneller und berechenbarer.

Beispielsweise nahm die Anpassung beim Einsetzen einer Krone früher viel Zeit in Anspruch. Deswegen war es von Vorteil, einen Techniker vor Ort zu haben, der bei Bedarf Porzellan hinzufügen konnte usw. Heute ist die Präzision wesentlich höher. Die Passung ist unglaublich viel besser als bei herkömmlichen Verfahren.

Das Einsetzen geht so wesentlich schneller und der Ablauf ist, wie gesagt, berechenbarer. Der gesamte Prozess hat sich radikal verändert.

Die Patienten erkennen, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist. Sie sind begeistert von den Scans. Für sie ist das Verfahren revolutionär und anschaulich.

Dr. Peter Hunt, owner Dental Implants Philadelphia

Dr Hunt is a fourth-generation dentist trained originally in Great Britain at Guy’s Hospital Dental School in the University of London. After graduation he spent a year in residencies in Maxillo-Facial surgery before obtaining a Master’s in Advanced Restorative Dentistry at the Eastman Dental Center in London. He then received the first Annenberg Fellowship  to the University of Pennsylvania where he obtained Specialty certificates in Periodontics and Periodontal Prosthesis.

Besides being in private practice he has always taught dentistry, first at Penn, where he was Director of Continuing Education and later Clinical Professor of Periodontics. Later, he was Professor of Restorative Dentistry, Post-Graduate Director and Director of Periodontal Prosthesis and Implant Dentistry at Nova Southeastern University in Fort Lauderdale. He has provided and participated in many continuing education programs in the US and overseas.

Dr Hunt has been placing and restoring dental implants for over thirty years. His practice in recent years has become more and more centered around implant and dental rehabilitation. Peter is the Publisher and Editor of ImplantsConnect.com, a website devoted to Implantology : Regeneration : Technology : Rehabilitation.

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