Ihr Dentallabor braucht CAD/CAM-Technologie oder…

Interview mit Dentallaborinhaber Matt Roberts

Was sollten Dentallabore beachten, wenn sie digitale Lösungen in Betracht ziehen?

Laborinhaber, die sich überlegen, auf digitale CAD/CAM-Technologien umzusteigen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigen. Es gibt viele Systeme auf dem Markt. Es gibt ganz komplette Systeme, die sehr teuer sind und sowohl Scannen als auch Fräsen zur Verfügung stellen. Was mir am 3Shape-Geschäftsmodell gefällt, ist dass sie Scanner vom Einstiegsmodell bis hin zu den branchenweit anspruchsvollsten Geräten entwickeln. Außerdem ist ihre Software mit so vielen anderen Produkten kompatibel. Für mich ist es also ein hervorragendes und umfassendes System, das allen meinen Anforderungen im Bereich Prothetik gerecht wird.

Was sollte ein Labor von einem Dentalsystem erwarten?

Die drei Dinge, die von dem digitalen Dentalsystem zu erwarten sind, sollten Passgenauigkeit des Endproduktes, Berechenbarkeit oder Konsistenz in Sachen Leistung und eine benutzerfreundliche Oberfläche sein. Meiner Meinung nach bietet 3Shape mir derzeit alle drei davon für Restaurationen an. Tatsächlich setze ich dieses System derzeit für alle meine Fälle ein.

War es schwer, Ihre manuellen Arbeitsabläufe auf digitale umzustellen?

Als Zahntechniker haben wir uns gegen digitale Zahnheilkunde lange gesträubt. In einigen der ersten Systeme auf dem Markt schienen die Werkzeuge nicht eingängig zu sein. Deshalb erforderte die Umstellung von einem manuellen Arbeitsablauf auf einen digitalen ein etwas anderes Paradigma und eine neue Denkweise.

Was mir am 3Shape-System gefällt, ist dass die Software eher dieselben Werkzeuge anbietet, die ich normalerweise bei der Erstellung von Wachsmodellen einsetze. Wenn ich einen Höcker größer machen möchte, kann ich diesen Höcker einfach (in der Software) greifen und dehnen. Wenn ich die ganze Krone verschieben möchte, kann ich die ganze Krone verschieben.  Dank der äußerst intuitiven Benutzeroberfläche verlief mein Umstieg auf die digitale Technologie ziemlich reibungslos.

Ist Offenheit oder Kompatibilität Ihnen wichtig?

Ich glaube, ein Unternehmen wie 3Shape sollte am offenen Geschäftsmodell festhalten, sodass ich die Erstellung von Implantatabutments an einen Standort, Fräsarbeiten für Disilikatrestaurationen an einen anderen und eventuell Drucken von Wachsmodellen an einen dritten Standort auslagern kann.

Zurzeit werden diese Anwendungen nicht unter einem Dach angeboten. Deshalb ist Flexibilität innerhalb des Systems erforderlich.

Sind Sie der Meinung, dass Ihre Arbeitsabläufe unter Einsatz von 3Shape-Systemen effizienter wurden?

Mithilfe des 3Shape-Systems können Restaurationen sehr schnell modelliert werden. Ich finde besonders gut, dass eine vorgeschlagene Konstruktion, die nicht an der von mir gewünschten Position steht, problemlos versetzt werden kann. Wenn ich die Höcker-Fossa-Beziehung überprüfe, gibt mir das das Gefühl, dass ich die funktionelle Okklusion bei einem Patienten unter Kontrolle habe. Das ist sehr wichtig für mich.

Die Lösungen von 3Shape haben mir nicht nur geholfen, meine Geschäftsziele zu erreichen. Sie haben mich tatsächlich auch auf neue Ideen für das Laborgeschäft gebracht. Ich entwickle ein neues Geschäftsmodell basierend auf digitaler Konstruktion und gefrästen Restaurationen für den Seitenzahnbereich. Bislang ist es wirklich erfolgreich. Unsere Kunden sind von den Ergebnissen wirklich begeistert.

Viele in der Branche reden davon, dass CAD/CAM-Technologie Zahntechnikern die Arbeit wegnimmt. Was halten Sie davon?

Was die Mitarbeiteranzahl und die Auswirkung der digitalen Zahnheilkunde auf unser Team angeht, haben wir die Mitarbeiteranzahl gar nicht reduziert.

Diesbezüglich bin ich der festen Überzeugung, dass die digitale Zahnheilkunde keine Befürchtungen bei uns auslösen, sondern unsere Produktivität erhöhen sollte.’

Jeder unserer Mitarbeiter verfügt über eine wertvolle Wissensbasis aufgrund jahrelanger Erfahrung und ich möchte davon in möglichst vielen Fällen profitieren.

Wenn ich ein Werkzeug wie 3Shape-System haben kann, mit dem ich 10 Kronen in der gleichen Zeit modelliere, die ich für die Erstellung von Wachsmodelle für zwei Kronen brauche, wende ich meine Kenntnisse bei einer Vielzahl von Fällen an. Dadurch können mehr Menschen profitieren.

Wir bauen diesen Geschäftsbereich unabhängig von den anderen Unternehmensbereichen aus und betrachten ihn als eine eigenständige Einheit.

Dank 3Shape werden hier eher mehr Arbeitsplätze geschaffen.

Können wir über Return On Investment sprechen?

Jedes digitale System, das wir heutzutage in Betracht ziehen, muss eine Investitionsrendite innerhalb eines kurzen Zeitraums aufweisen. In diesem Markt ändern sich die Technologien so rasch, dass ich auf keinen Fall ein sechs Jahre altes System besitzen möchte, das ich immer noch abzahlen muss.

Man kann eine schnelle Kapitalrendite erzielen.  Stellen Sie einfach einmal folgende Berechnung an: Wenn Sie in einem Achtstundentag alle 30 Minuten 10 Kronen erstellen, so ergibt das ein relativ hohes Gewinnpotenzial bei einer ziemlich geringen Anzahl an Mitarbeitern.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung?

Gerade beim Seitenzahnbereich, wo es kein Raummangel besteht und Restaurationen erfolgreich gefräst werden, ist die digitale Konstruktion viel schneller als die herkömmliche Vorgehensweise. Ich glaube, diejenigen, die nicht bei den digitalen Technologien einsteigen, werden nicht Schritt halten und wettbewerbsfähig sein können.

Würden Sie also Laboren den Umstieg auf digitale Lösungen empfehlen oder…?

Die digitale Zahnmedizin der Zukunft ersetzt schon allmählich viele verschiedene Bereiche in der Branche. Zurzeit finde ich den Konstruktionsschritt für Restaurationen im Seitenzahnbereich effizienter, wenn er unter Einsatz der digitalen Systeme durchgeführt wird, als wenn eine einzelne Krone für den Seitenzahnbereich aus Wachs modelliert wird. Allerdings, wie bereits erwähnt, setze ich 3Shape Lösungen derzeit für alle meine Fälle ein.

Das Fräsen eignet sich sehr gut für diese Fälle. Einige manuelle Anpassungen durch einen Zahntechniker sind immer noch erforderlich und werden für den letzten Schliff auch immer erforderlich bleiben.

Durch die Weiterentwicklung digitaler Programmierung in den nächsten fünf Jahren werden immer mehr Konstruktionsvorgänge in digitalen Systemen durchgeführt werden und nicht mit Hilfe von Wachsmodellen.

Es wird eine Zeit kommen, wenn fast alles, was wir tun, an einem Computer gemacht wird.’

Ich würde die Menschen, die die digitale Welt noch nicht erforscht haben, dazu auffordern, sich einen kurzen Einblick zu verschaffen, sich damit vertraut zu machen und sie im Auge zu behalten. 

Über Matt Roberts

Matthew Roberts, Gründer vom Dentallabor CMR Dental Laboratory, ist einer der dreizehn zugelassenen Keramiker an der Amerikanischen Akademie für Ästhetische Zahnheilkunde. Er hält Vorlesungen im In- und Ausland und arbeitet mit vielen führenden Zahnmedizinern des Landes zusammen. Matt ist Mitherausgeber zahlreicher Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Zahnmedizin, darunter in „Practical Periodontal and Aesthetic Dentistry”, „Signature Magazine” und „Reality”. Er ist Gründer von Team Aesthetic Seminars. Er bietet Schulungen in „Advanced Dental Education” für Zahnärzte und Keramiker an. Sein Ziel besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten, Keramikern und Spezialisten neu zu gestalten und die Qualität der prothetischen Versorgung von Patienten dadurch zu erhöhen.

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